"Die Meditation gibt Ihnen, was nichts anderes Ihnen geben kann: Sie macht Sie mit sich selbst bekannt."
- Swami Rama


"Innere Stille ist der Schlüssel zu äußerer Kraft."
- Jared Brock


"Remember that silence is sometimes the best answer."
- Dalai Lama XIV

Was ist Meditation?

Einfach gesagt ist Meditation nichts weiter, als ein paar Minuten ruhig zu sitzen. Die Vorstellung, dass man dabei an absolut Nichts denkt, ist ein falsches Bild. Natürlich tauchen Gedanken und To-Do-Listen auf - die Kunst ist es aber, diese nicht „aufzuhalten“, sondern ziehen zu lassen. Ich nenne das gerne „Schaufenster-Gedanken“ – stell dir einfach vor, du sitzt in deinem Lieblings-Café, trinkst eine leckere Tasse Kaffee und schaust aus dem Fenster. Die Menschen, die du siehst, sind nur für einen Moment in deinem Blickfeld. Du weißt nicht, woher sie kommen oder wohin sie gehen. Genauso ist es mit den Gedanken. Lass sie aufpoppen, aber lass sie weiterziehen. 

Positive Auswirkungen von Meditation

Dass ein paar Minuten Ich-Zeit und Stille und Achtsamkeit Stress lösen können, muss wohl nicht erklärt werden. Das Nervensystem wird entspannt und stressbedingten Krankheiten wie erhöhtem Blutdruck oder Kopfschmerzen wird der leise und gewaltfreie Kampf angesagt. Ein schöner Nebeneffekt ist auch, dass du abseits der Matte deine Gelassenheit stärkst und dir bewusst wirst, dass dein Glück nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern dass dein Ich ganz schön viel kann. 

Wie lernt man das Meditieren?

Einfach so sitzen klingt nach wenig, kann aber sehr anstrengend oder fremd sein. Besonders am Anfang solltest du daher geduldig mit dir sein. Und vielleicht hilft es dir, diese Meditation nicht auf der Matte zu starten, sondern beim Spazieren am Fluss oder beim Wandern im Wald. Hör mal, ob du Vögel zwitschern hörst. Wenn ja, wie viele? Kannst du den Boden riechen? Den Wind spüren? Bleib stehen und atme tief und bewusst ein.

Wenn du auf der Matte meditieren willst, gelingt das oft einfacher mit Anleitung und entspannender Musik. 

  • Finde eine bequeme Sitzposition. Du solltest in dieser Haltung einige Minuten ausharren können, ohne dass dich ein Zwicken oder Ziehen ablenkt. 
  • Schließe die Augen. 
  • Beobachte deinen Atem.  


Und das wars auch schon für den Einstieg. Für Interessierte gibt es viele Möglichkeiten und Techniken, die Meditation zu vertiefen oder einen eigenen Weg zu finden, wie du zu Stille findest. Atemmeditation, Body Scan, Perspektiven-Dyade, Gehmeditation oder Fantasiereisen sind nur einige Beispiele. 

Tipp: Wenn du dich mit dem Thema befassen möchtest, empfehle ich die Miniserie "Headspace Guide to Meditation" auf Netflix.